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| Sagen, Mythen und Legenden... Sie beherbergen die einstige, teilweise heute verborgene Atmosphäre Bulgariens, die auf eine ganz ursprüngliche Weise näher und vertrauter zum Vorschein kommen kann.
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Die thrakische Kultur überrascht mit ihrer Größe und lässt uns des Öfteren den Atem anhalten beim Anblick ihrer prächtigen Schätze. Es seien hier nur genannt: Die Schätze von Rogozen, von Panagjuriste und von Vultchi-Trun, die mittlerweile weltbekannt geworden sind. Ein anderer Beweis für die enormen künstlerischen und technischen Errungenschaften der Thraker ist die thrakische Kultsstätte in der Nähe von Starosel – ein heiliger Tempel und eine grandiose Königsresidenz aus der Blütezeit des Odrissen-Reiches. Last, but not least: Perperikon, die heilige Stadt der Thraker in den Rhodopen. Herodotes nannte es das Heilige Gebirge und behauptete, hier befinde sich die im Altertum berühmte heilige Prophezeistätte von Dyonis, welche die Bedeutung der Tempelstätte von Apolon in Delphi erlangt hat. Eine riesengroße thrakische Felsstadt, eine Tempel- und Prophezeistätte, eine uralte Festung, ein byzantinisches Erzbistum und ein heiliges Territorium... Perperikon vereinigt all dies in einem. Nach Herodotes hatten die Thraker die größte Bevölkerung nach den Indern. Sie gaben dem klassischen Altertum die Götter Dionys, Hefest. Artemide, Kibela... Das älteste Schrifttum der Welt (vor ca. 6800 Jahren) ist in Bulgarien in der Nähe der Stadt Montana entdeckt worden. Der altbulgarische Kalender, der als der genaueste Kalender von allen Fachleuten auf diesem Gebiet weltweit anerkannt ist und die siebenstrahlige Rosette von Pliska, die die sieben im Altertum bekannten Planeten symbolisiert, zeugen von den eingehenden astronomischen Kenntnissen der Altbulgaren. Das „Namensbuch der bulgarischen Khane“ weist auf das Gründungsdatum des bulgarischen Staates hin, welches 515 Jahre vor dem offiziell anerkannten Datum liegt. Diese Tatsache erfordert eine neue Auslegung der Symbolik des Felsreliefs bei Madara, dem einzigen Monument in Europa von dieser Größe und Bedeutung.
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Die Klöster sind der größte Reichtum Bulgariens. Auf dem Territorium des Landes gibt es ca. 160 bewohnte und unbewohnte Klöster. Sie beherbergen einzigartige Wandmalereien, holzgeschnitzte Altare, wertvolle Abschriften der Evangelien und wundertätige Ikonen. Die frühesten davon datieren aus dem 4.- 6. Jahrhundert, zu dem Zeitpunkt als die ersten Felsenklöster entstanden sind: Das Aladsha Kloster, die Felsklöster bei Ivanovo, die zahlreichen Felsnischen auf dem Schumen Plateau und Polomieto. Sie dienten als Obdach für Einsiedlermönche, die Nachfolger der griechisch-orthodoxen Lehre von der göttlichen Energie – den Isichasmus.
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Die Klöster in Batchkovo, Roshen, Preobrashen und Troyan zeichnen sich durch ihre wunderschöne Architektur, Wandmalerei, Holzschnitzerei und ihre zahlreichen Ikonen aus. Das Rila-Kloster, dessen majestätisches architektonisches Ensemble das meisterhafte Können vieler Künstler aus der Zeit der Renaissance zum Ausdruck bringt, die Kirche von Bojana, die Felsklöster beim Dorf Ivanovo und die Kirchen in Nessebar stehen in der UNESCO - Liste unter den Objekten mit kultureller Weltbedeutung.
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Nennenswert sind auch die Ruinen der drei bulgarischen Hauptstädte – Pliska, Veliki Preslav und Veliko Tirnovo. Über zwanzig Ortschaften in Bulgarien stellen architektonisch-historische Schutzgebiete dar. Die Altstadt von Plovdiv, Koprivstiza, Etara, Boshenzi, Trjavna, Sheravna, Melnik, Sozopel gehören zum Beispiel dazu. Der mittelalterliche Geist wohnt noch immer in den gemütlichen altbulgarischen Häusern, den kopfsteingepflasterten Gässchen, hölzernen Altanen und bunten Teppichen - in der Kaminwärme, der Ruhe und Geborgenheit - immer dort, wo der Mensch zu seinen Wurzeln zurückkehrt.
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Dies war nur ein flüchtiger Blick auf die Einmaligkeit und Eigenständigkeit Bulgariens - auf seine authentische und ungekünstelte Schönheit,
in der sich vergangene Mythen und moderne Realität vereinigen
– dort, wo jede Ecke über Legenden sichtbarer und unsichtbarer Geheimnisse flüstert.
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